Nike Air Jordan III ‚White Cement Re-imagined‘

The Best On Earth.
Der Jordan III ‚White Cement‘ kehrt zurück. Wieder einmal. Nach dem ursprünglichen Release innerhalb der Saison 87/88 und einigen Retros (1994, 2003, 2011, 2013 & 2018) kommt er nun also zum insgesamt siebten Mal in die Regale ausgewählter Schuhläden weltweit. Natürlich kann man sich jetzt fragen: Reicht es nicht langsam? Und das verstehe ich. Doch es gibt ein paar wenige Schuhe, die so gelungen sind, so bedeutend und so eine reiche Historie haben, dass ich mich vermutlich nie an ihnen satt sehen werde. Der Jordan 1 ‚Chicago‘ gehört bspw. in diese Riege. Oder der Air Max 1 ‚OG Red‘.
Doch warum der Jordan III? Weil er für die Jordan Brand so wichtig war, wie vielleicht sonst kein Modell.

Nike Air Jordan III OG (1988)


Denn die vermeintlich untrennbare Kombination aus Swoosh und Jumpman stand 1987, nach gerade einmal 2 Signature Modellen auf der Kippe. Peter Moore, der für Nike u.a. die ersten beiden Jordan Modelle designed hatte und Marketing VP Rob Strasser verließen Beaverton, um ihr Glück beim Mitkonkurrenten adidas zu versuchen. Zu dieser ohnehin schwierigen Situation kam die Tatsache, dass der erste Vertrag zwischen Jordan und Nike auslief und eine Verlängerung nun nicht mehr ganz selbstverständlich schien. Es brauchte also einen Volltreffer, um his Airness halten zu können.

Auftritt Tinker Hatfield.

Der damals 35 Jährige war seit 1981 für Nike tätig und designte seit 1985 Schuhe für die Marke. Zwei Jahre Erfahrung in diesem Bereich und man vertraut ihm das (im Nachhinein) vermutlich wichtigste Projekt der Firmengeschichte an? Eine ziemlich verrückte Idee, richtig? Richtig. Hätte sein Portfolio zu diesem Zeitpunkt nicht schon den Air Max 1 beinhaltet. Man wusste zu diesem Zeitpunkt also durchaus, dass Hatfield wusste, was er tut.

Long story short – Jordan war vom Entwurf hin und weg und der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte.

Original Sketch – Tinker Hatfield


Doch das ist nicht der einzige Grund, warum der Jordan III so besonders ist.

Es gibt wohl kaum einen Dunk, der so ikonisch ist, wie der ‚Freethrow-Line Dunk‘, der Jordan 1988 im Dunk Contest gegen Dominique Wilkins zum Sieg verholfen hat. Und was hatte MJ damals am Fuß? You’re goddamn right. Den Nike Air Jordan III ‚White Cement‘.


Doch genug davon. Kommen wir zur aktuellen Version des Schuhs.
Der White Cement ist, genau wie der vor kurzem erschienene Jordan 1 ‚Chicago – Lost & Found‘ ein wenig künstlich gealtert. Hätte das sein müssen? Natürlich nicht. Passt es zum Schuh? Wenn es nach mir geht, ja. Irgendwie finde ich es gar nicht so verkehrt, wenn ich ehrlich bin. Solange dieser Alterungsprozess nicht überhand nimmt (siehe adidas x Balenciaga Stan Smith). Wobei ich natürlich voll und ganz nachvollziehen kann, wenn man von diesem Effekt kein Fan ist. Wenn man einen neuen Schuh kauft, möchte man auch einen neuen bzw. neu-aussehenden Schuh auspacken. I get it.

Was den Schuh in meinen Augen allerdings um einiges attraktiver macht, ist der leicht veränderte Shape. Vor allem der vordere Bereich um die toebox sieht viel schärfer und keil-förmiger aus und ist damit deutlich näher am Original, als die Versionen aus vergangenen Jahren.

Ganz nett ist die Tatsache, dass der Schuh für die ganze Familie, von klein bis groß, erscheinen wird. Nicht so nett ist allerdings der Retailpreis. Mit 210€ stößt man langsam aber sicher Richtung New Balance Made in USA Preise vor, was, wie ich finde, nicht gerechtfertigt ist. Aber gut. Verkaufen wird er sich wohl so oder so.

Viel Erfolg an alle, die probieren werden, einen zu bekommen!


Cheers!


Artikel Nr.: DN3707-100

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Bilder: The New York Times, Sneaker News, Nike

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